 Rathaus
Der reizvolle Rokokobau wurde 1741–1743 anstelle eines früheren Bauernhauses errichtet. Über dem Portal sieht man die Wappen des Marktes Wiesentheid und der Grafen von Schönborn. Auf dem Mansarddach sitzt ein sechseckiger Dachreiter, dessen kleines Glöckchen einst Graf Joseph Franz Bonaventura von Schönborn gestiftet hat. Im 18. Jh. diente das Rathaus dem gräflichen Marktrichter als Amtsgebäude, später dem Königlich Bayerischen Amtsgericht. ...
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 Barocke Bürgerhäuser (Neßtfellhaus, Benifizium)
Neßtfell-Haus Hs.Nr. 30; heute: Neßtfellplatz 8 Dieses, in der ursprünglichen Bausubstanz ungewöhnlich gut erhaltene Gebäude erinnert an den Wiesentheider Kunstschreiner Johann Georg Neßtfell (*1694 Alsfeld/Hessen †1762 Würzburg); ob er auch hier wohnte ist aber nicht erwiesen. ...
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 Historisches Pfarrhaus
Das historische Wiesentheider Pfarrhaus trägt heute wesentlich zum barocken Erscheinungsbild unserer Heimatgemeinde bei. Grund genug, einmal einen Blick auf die Geschichte dieses ortsprägenden Bauwerkes zu werfen. Bis zum Jahr 1576 lag der damalige Pfarrhof innerhalb des Areals, das heute vom Schloss eingenommen wird – etwa dort, wo nun der Südostturm der Schlossanlage steht. ... |
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 Pfarrkirche St. Mauritius
Auf einer kleinen Anhöhe, dem sogenannten „Schlossberg“, erhebt sich Wiesentheids höchstes und wohl zugleich eindrucksvollstes Gebäude, die katholische St. Mauritiuskirche. Bereits 1364 wurde Wiesentheid zur Pfarrei erhoben. In dem entsprechenden Stiftungsbrief wird auch schon von einer Kapelle, die der seligsten Jungfrau Maria geweiht war, berichtet. ...
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 Schloss
Über die frühe Baugeschichte des gräflichen Schlosses ist wenig bekannt. Eine erste Darstellung findet sich auf der Casteller Wildbannkarte von 1497, auf der man die stilisierte Abbildung zweier Türme erkennt. 1411 erlaubte Graf Leonhard von Castell dem Ritter Burkard von Wipfelt, seiner Gattin 1580 Gulden auf das Schloss, einen Hof und einen Teil von Wiesentheid zu verschreiben. ... |
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 Kanzleihäuser
Die Barockhäuser in der Kanzleistraße entstanden in den Jahren 1723–1729 unter der Regie des Tiroler Baumeisters Johann Georg Seitz. Das nördlichste, schlossartige Gebäude mit großem Innenhof und Schönbornwappen, flankiert von zwei Löwen, im Giebel über der Einfahrt, wird der „Seehof“ genannt. Nach Ludwig Reinhold soll sich hier einst ein See oder Sumpf befunden haben, der zum Bau der Häuser trocken gelegt wurde. ... |
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 Schlosspark
Bevor sich Graf Rudolf Franz Erwein von Schönborn etwa ab dem Jahr 1711 an die Verwirklichung seines Wunsches nach einem Lustgarten französischen Stils machte, gab es sicherlich schon einen kleineren Schlossgarten. Auch ein Hirschgehege, der sogenannte „Hirschgarten“, an den noch das Gasthaus zum Hirschen erinnert, dürfte sich in der Nähe befunden haben. Dennoch mussten zunächst weitere Grundstücke erworben und einige Häuser westlich des Schlosses abgebrochen werden, um die großzügige Konzeption verwirklichen zu können. ... |
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 Historisches Fachwerkhaus
Hs.Nr. 136; heute: Parkstraße 9 Zuverlässige Daten über das Alter des Hauses sind aus den Archivalien des Wiesentheider Gemeindearchivs nicht ersichtlich. Nach der Art des Fachwerks dürfte das Baujahr zwischen 1650 und 1750 anzusetzen sein (derartiges Fachwerk wurde bis spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts gezimmert). Im Grund-Urbar-Buch (angelegt 1732) findet sich folgender Eintrag: „Hoffstätt daselbsten an Vorige stoßend, auff der Eck thor – Nicolaus Kaÿsers Wtb. (Wtb. = Witwe), Johann Herrmann“. ...
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 Kreuzkapelle
Die Grundsteinlegung der Kreuzkapelle erfolgte schon zu Graf Dernbachs Zeiten Anno 1686. Die Bauleitung wurde dem Würzburger Hofbaumeister Antonio Petrini (*1621 †1701 Wrzbg.), dem Begründer des mainfränkischen Barock, übertragen. Erst 1692 konnte der Bau fertiggestellt werden. 1712–1730 ließ Graf Rudolf Franz Erwein von Schönborn durch Pater Loyson dem achteckigen Kuppelbau die vier Flügel kreuzförmig anfügen und unter dem Altar eine Familiengruft anlegen. ... |
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 Stockbrunnen
Durch zwei eisernen Röhren, die aus dem steinernen Brunnenstock ragen, fließt das stets gleich temperierte Trinkwasser des Stockbrunnens. Schon 1685 hatte man den Brunnen neu gefasst; im 19. Jh. erfolgte eine Renovierung. Die Wasserqualität des auch bei großer Trockenheit stets fließenden Brunnens wurde früher sehr geschätzt. Wiesentheid besaß einst zahlreiche Brunnen, von denen der kühle Weihersbrunnen, dessen Wasserqualität beiweitem nicht die des Stockbrunnens erreicht, einer der wasserreichsten war. ... |
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 Marienplatz & Mariensäule
Die Mariensäule ist eine Schöpfung des damals sehr geschätzten Baumeisters Carl von Heideloff, der sich unter anderem mit der Fertigstellung der Haßfurter Ritterkapelle große Verdienste erworben hatte. Die Säule wurde 1859 im neugotischen Stil errichtet und am 15. August des gleichen Jahres, im Beisein von ca. 8000 Personen feierlich eingeweiht. Der ca. 100 Zentner schwere Sockelstein ruht auf einem Rost aus Eichenstämmen, welcher zur Stabilisierung des feuchten Untergrundes erforderlich war. ... |
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 Barocke Bürgerhäuser (Apotheke, Schlösschen)
Die erste Wiesentheider Apotheke befand sich ab 1725 noch im Schloß. Erst 1750 wurde das hübsche zweigeschossige Apothekengebäude am Marienplatz errichtet. An der Frontseite kann man Fenstergewände mit gebrochenen Profilrahmen sehen. Die Sockel der Obergeschoßfenster zeigen Gitter und Muschelwerk. In einem der Fenstersockel steht die Inschrift: „Wer will bauen an gassen und straßen der Mus Ein Jeden Reden lassen“. ... |
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 Barockes Bürgerhaus – Weinhaus Fischer
Der stattliche barocke Mansarddachbau wurde höchstwahrscheinlich 1768 errichtet. Diese Jahreszahl ist am Türsturz angebracht. Ein repräsentatives Hoftor zeugt vom Wohlstand des Bauherrn. Der nicht mehr eindeutig lesbare Namen am Torpfosten könnte Balthasar Schehrer heißen. Bevor dieses Haus gebaut wurde, lag hier das Alement, die gemeinschaftliche Weidefläche des Dorfes. ... |